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Montag, 13.07.2009 00:00 Alter: 10 Jahre
Kategorie: Aktuelles

Doppelter Erfolg für Tobias Sawatzki

Artikel aus der Leonberger Kreiszeitung vom 13.07.2009 Reiten Der Göbrichener belegt mit seinen Pferden Chagall und Kolja die Plätze eins und zwei beim Springen der Klasse M im Schwieberdinger Tal. Lokalmatador Philipp Hartmeyer (RFV Münchingen) verpasst die Siegerrunde knapp. Von Michael Nachreiner


Tobias Sawatzki vom Ländlichen Reit-, Zucht- und Fahrverein Göbrichen musste auf Chagall sowohl in der ersten Runde als auch in der Siegerrunde jeweils als Erster in den Parcours. Während er im regulären Durchgang noch auf Sicherheit ritt und mit 64,68 Sekunden eine durchschnittliche Zeit hinlegte, waren seine vorgelegten 37,42 Sekunden und null Fehlerpunkte in der Siegerrunde eine Messlatte, die für seine Konkurrenten zu hoch lag. Nur er selbst machte sich auf Kolja Druck und kam mit 39,71 Sekunden ebenfalls fehlerfrei durch die Siegerrunde. Damit feierte Sawatzki einen Doppelsieg mit Chagall vor Kolja. Platz drei erreichte Aline Lauster (RFV Maichingen) auf Lady Landor. Auch sie bewältigte die Siegerrunde ohne Fehlerpunkte, benötigte aber 42,12 Sekunden. Absolut Schnellster im Stechen war Karl-Heinz Hoffmann (RFV Ehningen) auf Calveras. Doch er leistete sich einen Abwurf.

Knapp an der Siegerrunde scheiterte Philipp Hartmeyer (RFV Münchingen) auf Vitali. Der Lokalmatador benötigte im regulären Durchgang 59,57 Sekunden. Doch am dritten Hindernis touchierte sein Pferd die oberste Querstange. Mit den vier Strafpunkten belegte er am Ende Platz zehn. Neun Reiter waren in die Siegerrunde gekommen. Es waren die neun, die in Runde eins fehlerfrei geblieben waren. Hartmeyer war der Schnellste mit einem Abwurf. "Es ist toll, dass er überhaupt dabei war und dann gleich noch gewertet wurde", zollt Gvido Esmanis, der zweite Vorsitzende und Mitorganisator des Turniers, dem Nachwuchsreiter Respekt.

Hartmeyer war aber auch der einzige Starter des RFV Münchingen im Springen der Klasse M. "Unser Ziel ist es, den Gästen ein gutes Turnier zu bieten. Unsere Reiter stecken da zurück", erklärt Esmanis. "Unsere Reiter starten statt im Parcours beim Aufbau oder am Ketchup. Sie können sich allerdings auch die Lorbeeren woanders holen." Immerhin bietet der RFV Münchingen den Teilnehmern etwas. Esmanis: "Sie werden keinen Sprung finden, der nicht frisch gemalt war. Und dass ein Parcours-Dienst rund um die Uhr da ist, ist keine Selbstverständlichkeit."

Und dieses Engagement wird von den Reitern belohnt. "95 Prozent der Teilnehmer, die sich angemeldet haben, sind auch am Start gewesen", sagt der Vorsitzende Jörg Schuler. Allerdings hat auch der RFV Münchingen mit einem leichten Rückgang der Anmeldezahlen zu kämpfen. Bei den Jugendlichen haben sich rund 15 Prozent weniger angemeldet als noch im Vorjahr. Bei den höheren Prüfungen der Klassen L und M waren die Zahlen dagegen konstant. "Wir können uns das auch nicht erklären", berichtet Esmanis. "Aber andere Vereine haben mit dem gleichen Phänomen zu kämpfen."

Dabei ist das Münchinger Springturnier auf Junioren und junge Reiter ausgelegt. Zwei Fünftel der Springprüfungen sind für Jugendliche. "Wir bleiben bei dem, was wir können. Wir bleiben bei der Basis", sagt Esmanis. "Wenn man sportliche Highlights sucht, ist man in Münchingen falsch." Im Schwieberdinger Tal würde man wohl nie ein S-Springen sehen. Dafür gebe es guten Sport von Nachwuchsreitern. Und rund 500 Zuschauer sprechen dafür, dass der interessant ist.

Quelle: content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2124617_0_8882_-doppelter-erfolg-fuer-tobias-sawatzki.html